Miri‘s Heimtrainer Bernhard Kröll hat sich Zeit für uns genommen und einige Fragen beantwortet. Vielen Dank dafür!

– Wie geht es dir und deinen Schützlingen?

Danke, meinen Sportlern und mir geht es insgesamt recht gut. Natürlich gibt es immer wieder die eine oder andere Krankheit oder Verletzung (wobei diese zum Glück bisher nur Kleinigkeiten sind), aber wie gesagt: Insgesamt passt es recht gut.

– Wie lange bist du schon Stützpunkttrainer?

Ich bin seit 1997 als Trainer am Stützpunkt Werdenfels tätig, zunächst für 5 Jahre im Schülerbereich als Honorartrainer des Bayerischen Skiverbandes neben einer „normalen Tätigkeit als Zollbeamter“. Seit August 2002 bin ich hauptberuflich als Trainer des Zoll Ski Team für die Behördensportler sowie als Honorartrainer des Bayerischen Skiverbandes für die 15-18 jährigen Nachwuchsbiathleten tätig.

– Wie kam es zu der Entscheidung Biathlontrainer zu werden?

Ich habe bereits zum Ende meiner aktiven Biathlonkarriere damit begonnen das Biathlon Schülertraining bei uns in der Region zu unterstützen und die verschiedenen Trainerlizenzen zu machen. Beides hat mir immer mehr Freude bereitet und so habe ich meinen Einsatz verstärkt. Das ich dann Mitte 2002 die Möglichkeit bekam für das Zoll Ski Team hauptberuflicher Trainer zu werden war für mich ein Glücksfall.

– Hast du einen Trainerkollegen am Stützpunkt?

Ja, mit Albert Neuner habe ich während der Sommermonate (ab Herbst ist er als Skitechniker des Zoll Ski Teams für den Deutschen Skiverband im Weltcup im Einsatz) einen guten Trainerkollegen am Stützpunkt auf den ich mich voll verlassen kann. Außerdem werde ich noch von Sandro Lorenz, Toni Buchwieser und Thomas Schöpf unterstützt – was bei einer Mannschaftsstärke von aktuell 34 Sportlern im Alter zwischen 15 und 30 Jahren auch notwendig ist.

– Bist du auch mal bei einem Weltcuprennen vor Ort?

Eher selten, da ich im Winter die Jugend-/Juniorenbiathleten beim Deutschlandcup und Alpencup betreue.

– Ist es schwierig Weltcup- und Nachwuchsathleten im Training unter einen Hut zu bekommen?

Man muss Trainingsgruppen bilden –und das habe ich gemacht- um den verschiedenen Leistungsansprüchen gerecht zu werden. So sind die unter meiner Hauptverantwortung trainierenden 34 Biathleten in drei Gruppen (Behördenteam A mit z. B. Miriam Gössner, Laura Dahlmeier, Nadine Horchler, Matthias Bischl, David Zobel; Behördenteam B und dem Stützpunktteam) unterteilt. Organisatorisch ist dies allerdings bei der Trainingsplanung schon immer eine Herausforderung.

– Wie sieht eine Normale Trainingswoche aus?

Bei den Behördenteam´s werden je nach Alter 9-10 bzw. 7-9 Trainingseinheiten absolviert.
Das Stützpunktteam (alles noch Schüler) trainiert 5-6x pro Woche.

– Gibt es auch mal Einzel Trainingseinheiten?

Ja, das kommt auch mal vor im Hinblick auf bestimmt Schwerpunkte des Trainings.

– Habt ihr am Stützpunkt auch verschiedene Lehrgänge, wenn ja wie sehen die aus?

Die Kadersportler sind durch die DSV Lehrgänge sowieso viel unterwegs.
Mit den jüngeren Sportlern beginnen, wenn nötig, die Lehrgänge erst im Hinblick auf die Wintersaison sollten wir zu Hause keinen Schnee haben.

– Welche 3 Eigenschaften zeichnen Miri als Sportlerin aus?

Kampfgeist, hohe Motivation, starker Wille

– Welche 3 Worte beschreiben Miri als Person am besten?

Fair, gutmütig, manchmal etwas unorganisiert

– Wie wird das Pulsfenster der jeweiligen Sportler bestimmt, in welchem sie sich beim Training und in den Wettkämpfen aufhalten sollen?

Durch die Sportärztlichen Untersuchungen – Leistungsdiagnostik

– Gibt es noch etwas, dass du gerne loswerden möchtest?

Ich würde der Miri wünschen, dass es ihr öfter gelingt im Wettkampf zu zeigen, dass sie auch recht ordentlich Schießen kann!