251 Tage lang kein Biathlon ist definitiv viel zu lange, doch nun hat das Warten ja Gott sei Dank ein Ende https://www.youtube.com/watch?v=MKg7c2-YCtI

Foto: Miri Gössen

Foto: Miri Gössner

Vergangenes Wochenende begann die neue Biathlon Saison mit der Mixed und der Single Mixed Staffel im schwedischen Östersund. Den ersten Sieg in diesem Jahr konnte sich das Quartett aus Norwegen (0+6) sichern (Marte Olsbu, Fanny Horn Birkeland, Ole Einar Björndalen, Johannes Thingnes Boe). Auf Rang 2 landeten unsere Deutschen (0+6) in der Besetzung Franziska Hildebrand, Laura Dahlmeier, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und konnten somit einen guten Saisoneinstieg feiern. Das Stockerl wurde von den Italienern (1+12) mit Lisa Vittozzi, Dorothea Wierer, Lukas Hofer und Dominik Windisch komplettiert.

Auch Franziska Preuß und Erik Besser (0+5), die für Deutschland in der Single Mixed Staffel an den Start gegangen sind, konnten mit Rang 3 einen tollen Saisoneinstieg feiern. Auf Rang 1 landeten die Favoriten aus Frankreich Marie Dorin Habert und Martin Fourcade (0+4) vor den Österreichern Lisa Theresa Hauser und Simon Eder (0+6).

Vom Winde verweht
Foto: Andrei Ivanov

Foto: Andrei Ivanov

Am Mittwoch, den 30.11. starteten dann endlich die Einzelrennen mit dem Biathlon Klassiker über die 15 KM, welches Miri mit der der Startnummer 29 in Angriff nahm. Der unberechenbare Wind machte es den Athletinnen nicht gerade leicht die schwarzen Scheiben weiss zu färben. Die Kombination aus Schießen und Laufen gelang einmal mehr Laura Dahlmeier am besten. Sie konnte sich mit 0+0+1+1 und der schnellsten Laufzeit den ersten Einzelsieg der Saison sichern. Zweitplatzierte wurde die Französin Anais Bescond (0+0+0+1) mit 15,8 Sekunden Rückstand. Drittplatzierte wurde überraschend die Weißrussin Daria Yurkevich (+1:17 mit 0+0+0+0). Ebenfalls ein spitzen Resultat konnte Franziska Preuß mit ihrem 4. Platz (0+2+0+1) verbuchen.

Die beste Einzelwettkampfläuferin der letzten Saison – Dorothea Wierer – landete auf dem 31. Rang mit ingesamt 7 Schießfehlern. Miri erwischte der Wind leider ebenfalls recht stark, weshalb 11 Schießfehler und Platz 82 zustande kamen.

Weitere deutsche Platzierungen:

10) Vanessa Hinz (0+0+0+3)
25) Franziska Hildebrand (0+3+1+1)
56) Maren Hammerschmidt (1+3+0+4)

Bei den Männern siegte einmal mehr der Franzose Martin Fourcade (0+2+0+0) vor Johannes Thinges Boe (0+0+0+2) und dem Weißrussen Vladimir Chepelin (1+0+0+0), der damit für eine Überraschung sorgte, genau wie zuvor seine Landsmännin Yurkevich. Bester Deutscher wurde Daniel Graf (0+0+0+1) – Rang 8. Um die Ränge der anderen deutschen Athleten zu finden, muss man auf der Ergebnisliste ungewohnt weit nach unten sehen, denn auch die Männer wurden Opfer des Windes.

Weitere deutsche Platzierungen:

30) Benedikt Doll (1+1+0+4)
31) Erik Lesser (1+1+2+1)
32) Arnd Peiffer (0+2+1+2)
46) Simon Schempp (0+4+1+2)

Sprint Zeit

Am Samstag standen die Sprint Rennen auf dem Wettkampfplan, welches Miri mit der Startnummer 91 antrat. Anders als am Mittwoch, konnten die Zuschauern vor Ort und daheim viele Nullfehler Schießen sehen, denn der Wind war heute gnädiger. Die Französin Marie Dorin Habert konnte mit einer weissen Weste am Schießstand und der schnellsten Laufzeit den ersten Sprint der Saison für sich entscheiden. Der zweite Platz ging an die Finnin Kaisa Mäkäräinen (0+1; +11,4 Sekunden). Das Stockerl komplettierte die Tschechin Gabriela Koukalova, welche ebenfalls am Schießstand fehlerfrei bleiben konnte.

Foto: Andrei Ivanov

Foto: Andrei Ivanov

Laura Dahlmeier konnte färbte heute 9 von 10 Scheiben am Schießstand weiss und landete auf Rang 4. Für die Überraschung des heutigen Tages sorgte ganz klar Lisa Theresa Hauser, welche mit einem lupenreinen Schießergebnis und einer guten Vorstellung in der Loipe auf dem 5. Rang ins Zeil kam. Ebenfalls hervorzuheben ist die Leistung von Vanessa Hinz (Rang 6; 0+0), welche mit dem zweiten Top 10 Platz bereits die WM Norm erfüllt hat.

Weitere deutsche Platzierungen:

16) Franziska Hildebrand (0+1)
20) Maren Hammerschmidt (1+1)
25) Franziska Preuß (0+2)
37) Miri (1+2)

Im 10 Kilometer Rennen der Männer ging es den deutschen Männern vor allem um Wiedergutmachung der vielen, meist dem Wind geschuldeten Fehlern, was ihnen auch gut gelang.

Gewonnen hat das zweite Einzelrennen der Franzose Martin Fourcade (0+0) vor dem Lokalmatador Fredrik Lidström (0+0) und dem Deutschen Arnd Peiffer (0+0). Haarscharf am Stockerl vorbeischrammte Benedikt Doll (0+1). Mit der schnellsten Laufzeit konnte der Österreicher Julian Eberhard seine 2 Fehler am Schießstand wett machen und stürmte auf Rang 5.

Weitere deutsche Platzierungen:

15) Erik Lesser (0+0)
21) Simon Schempp (1+0)
57) Roman Rees (0+1)
59) Florian Graf (1+1)

Jagdrennen

Am Sonntag fanden dann die abschließenden Verfolgungsrennen statt. Der Wind hatte leider weniger Nachsehen mit den Athletinnen und Athleten als gestern und somit gab es viele gelbe Pünktchen neben den eingeblendeten Scheiben. Die Tschechin Gabriela Koukalova hat mit einer Strafrunde die beste Antwort gegeben und konnte sich somit den Tagessieg sichern. Laura Dahlmeier verfehlte 2 Scheiben und konnte Koukalova auf der Schlussrunde fast noch gefährlich werden. Am Ende landete Laura auf dem 2. Rang. Drittplatzierte wurde die Italienerin Dorothea Wierer die Dank Ihrer fehlerfreien Schießeinlagen richtig Boden gut machen und von 19 auf 3 vor laufen konnte.

Das der Wind heute wieder deutlicher vorhanden war, musste leider auch Miri zu spüren bekommen. Mit 9 Fehlschüssen landete sie auf dem 54. Rang.

Weitere deutsche Platzierungen:

11) Vanessa Hinz (1+0+0+2)
14) Franziska Preuß (0+1+1+1)
19) Franziska Hildebrand (1+0+2+0)
25) Maren Hammerschmidt (2+1+2+1)

Martin Fourcade ging als Favorit in das Verfolgungsrennen der Herren, doch es sollte alles anderes kommen, als gedacht. Der Franzose leistete sich heute insgesamt 4 Fehler und landete nach diesem Auftritt am Schießstand auf dem 3. Rang. Der Russe Anton Babikov, (0+0+1+0) konnte von Platz 7 aus gestartet das Rennen für sich entscheiden und somit seinen 1. Weltcupsieg feiern. Zweitplatzierter wurde der Landsmann von Babikov –  Maxim Tsvetkov (0+0+0+0). Arnd Peiffer (2+0+1+0) machte wieder ein gutes Rennen und landete am Schluss auf Rang 4 vor Erik Lesser (0+0+1+1), der sich von Rang 15 auf Rang 5 vorarbeitete.

Weitere deutsche Platzierungen:

9) Simon Schempp (1+1+0+1)
33) Benedikt Doll (2+0+2+3)
36) Roman Rees (0+0+1+1)
41) Florian Graf (0+1+0+1)

Nächste Woche geht es dann weiter im slowenischen Pokljuka. Ab Freitag, den 9.12.16 machen die Herren mit dem Sprint den Anfang.-Betty Newman