Miri wird 10 im Sprint

Miri in Pokljuka (© Andreas Meinicke)

Miri in Pokljuka (© Andreas Meinicke)

Im zweiten Sprint der Saison konnte Miri ihre guten Trainingsleistungen auch mit in den Wettkampf nehmen und zeigen das sie schießen kann. Miri startete als 58 über die 7,5km Sprintstrecke, gut eine halbe Stunde nach der ersten Starterin. Mit der vierten Laufzeit auf der ersten Schleife kam Miri zum ersten Schießen, hier räumte sie liegend souverän alle fünf Scheiben ab. Im stehenden Anschlag verpasste eine Patrone nur sehr knapp das schwarze. „Ich bin wirklich sehr sehr erleichtert, dass ich heute mein gutes Schießen zeigen konnte“ so Miri. Mit diesem einen Schießfehler und der 10 Gesamtlaufzeit konnte unsere Miri auf der slowenischen Hochebene Pokljuka den starken 10 Platz belegen. Der Druck der auf Miris Schultern lastete war durch den nicht so guten Start in Östersund und den guten Leistungen der Mädels im IBU CUP sehr groß, deswegen musste beim heutigen Sprint ein gutes Ergebnis her. „Umso glücklicher bin ich, dass es heute wirklich auch geklappt hat“ so Miri im ZDF Interview.

Sprintsiegerin über die 7,5km wurde Miris DSV Kollegin Laura Dahlmeier die mit einem fehlerfreien Schießen und der 4 Laufzeit, aber vor allem einer starken Schlussrunde (2 Laufzeit), alle anderen Athletinnen hinter sich lassen konnte. Sie gewann in einer Gesamtzeit von 19:51.7Min vor der Französin Justine Braisaz und Marte Olsbu aus Norwegen, die beide ebenfalls alle 10 Patronen ins Schwarze brachten.

Franziska Hildebrand konnte am Schießstand sowohl liegend als auch stehend alle Scheiben abräumen und belegte den starken 5 Platz. Die Weltcup Debütantin Denise Herrmann wurde in ihrem ersten Weltcuprennen 18, sie leistete sich in beiden Schießeinheiten jeweils einen Fehler. Maren Hammerschmidt (1/1) und Vanessa Hinz (0/2) kamen auf den Plätzen 41 und 43 ins Ziel.

Fourcade gewinnt bei den Herren

Bei den Herren gewann der Überflieger Martin Fourcade mit einer weißen Weste und der schnellsten Gesamtlaufzeit. Wenn der Franzose fehlerfrei bleibt wird es diese Saison wohl schwer werden den Franzosen zu schlagen. Platz zwei ging an den Norweger Johannes Thingnes Boe vor Anton Shipulin aus Russland, der Platz drei belegte.

Bester Deutscher wurde Simon Schempp (0/0) auf Rang 6. Knapp dahinter, auf Platz 8, landete Erik Lesser (0/0). Arnd Peiffer wurde mit einem Fehler liegend 19. Benedikt Doll belegte trotz seiner drei Fehler im stehenden Anschlag den 21 Platz, er hatte die 2 Gesamtlaufzeit im Feld. Matthias Dorfer wurde mit einem fehlerfreien Schießen 37. Mit Florian Graf (58) schaffte es auch der sechste Deutsche in der Verfolger.

Miri mit drei starken Schießeinlagen im Verfolger

Miri beim Sprint in Pokljuka (© Andreas Meinicke)

Miri beim Sprint in Pokljuka (© Andreas Meinicke)

Nach dem Sprint kommt bekanntlich immer der Verfolger und genau zu diesem kam es dann am Samstag Nachmittag. Miri konnte bei den ersten drei Schießeinlagen an ihre guten Schießleistungen vom Vortag anknüpfen. In den beiden Liegendanschlägen musste sie jeweils einmal in die Strafrunde abbeigen. Beim ersten stehenden Schießen, räumte sie alle fünf Scheiben ab, was ihr den zwischenzeitlich 9 Platz bescherte. Über das letzte Schießen ärgerte sich Miri nach dem Rennen „Eigentlich nicht die Nerven, es war eher meine Unkonzentriertheit, ich weiß nicht, die ersten drei Schuss waren einfach schon draußen bevor ich überhaupt wirklich angefangen hab zu denken und dann hab ich nur gedacht ‚Oh Man, jetzt reis dich zusammen‘ und dann hab ich die letzten zwei Gott sein dank noch getroffen. Aber wirklich sehr sehr ärgerlich und ich würde es am liebsten gleich nochmal machen“. Dann ging es mit Gabriela Koukalova knapp hinter Denise Herrmann auf die Schlussrunde, dort musste Miri dann leider eine kurze Schneeprobe nehmen, was sie einiges an Zeit gekostet hat. Koukalova war ihr versehentlich auf den Ski gestiegen. Miri betonte stark, dass danach aber alles Fair Play war und dass es der Tschechin sehr leid tat. Wie euch bestimmt auch aufgefallen ist, hat Koukalova kurz vor dem Ziel auf Miri gewartet. Am Ende stand dann ein 25 Platz zu buche.

Den Verfolger für sich entscheiden konnte erneut die momentane Deutsche Überfliegerin Laura Dahlmeier. Trotz ihrer insgesamt zwei Strafrunden im zweiten Anschlag gewann die Partenkirchnerin vor Kaisa Mäkäräinen (0/0/1/1) und Eva Puskarcikova aus Tschechien (1/0/0/0). Franziska Hildebrand (0/0/1/1) landete mit einem guten 8 Platz wieder in den Top 10.  Denise Herrmann (0/1/2/1) überquerte als 21 die Ziellinie. Knapp dahinter auf Rang 24 kam Maren Hammerschmidt (1/1/0/0) ins Ziel. Die sechste Deutsche Vanessa Hinz (0/0/2/1) belegte den 33 Rang.

Erneuter Tagessieg für Fourcade

Bei den Herren gewann wie schon am Vortag der Franzose Martin Fourcade, der ebenfalls wie der zweitplatzierte Norweger Emil Hegle Svendsen fehlerfrei blieb. Platz drei ging an Anton Shipulin, der sich bis zum letzten Schießen ein heißes Duell mit dem Tagessieger lieferte, dort jedoch musste er dann einmal in die Strafrunde abbiegen. Bester Deutscher war Simon Schmepp (0/0/1/0) auf Rang 5. Knapp die Top 10 verpassten Erik Lesser(1/0/0/1) und Arnd Peiffer (1/0/0/1), sie belegten die Ränge 11 und 12. Benedikt Doll (0/0/1/2) beendete das Rennen auf Rang 22. Matthias Dorfer (0/1/1/1) lief mit seinem 36 Platz, in seinem zweiten Weltcuprennen, erneut in die Punkte. Florian Graf(0/2/0/0) kam als 40 ins Ziel.

Staffelsieg der Deutschen Damen

Am Sonntag standen die Staffelrennen an. Miri war nicht im Damen Quartett dabei. Für das Deutsche Biathlon Team gingen Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt und Laura Dahlmeier an den Start. Mit dieser Aufstellung siegten die deutschen Damen vor dem Quartett aus Frankreich und der Ukraine.

Bei den Herren vetreteten die Deutschen Farben Erik Lesser, Matthias Dorfer, Benedikt Doll und Simon Schempp. Sie belegten den starken dritten Rang hinter den Franzosen um Martin Fourcade und den Männern aus der Ukraine. – Linda Sailer