Ein tief verschneites Ruhpolding begrüßte die Biathletinnen und Biathleten zum zweiten Stop des Weltcups im Jahr 2017. Das Wetter hätte für alle Teilnehmer sicher etwas trockener sein dürfen. In dieser Woche waren von unserem Fanclub ca. 30 Mitglieder vor Ort und haben alles gegeben um unsere Miri so gut wie möglich zu unterstützen. Am Freitagabend stand auch ein gemeinsames Fanclubessen auf dem Programm, dort hatten alle Zeit sich auszutauschen und sich für den nächsten Tag zu stärken.

Gruppenfoto in der Arena (©Boris Best)

Gruppenfoto in der Arena (©Boris Best)

Den Sprint der Damen eröffnete mit der Startnummer eins die Slowakin Paulina Fialkova. Drei Minuten später und somit mit der Startnummer sieben ging unsere Miri ins Rennen. Die vordere Startnummer erwies sich nicht gerade als Vorteil, den bei den tiefen Streckenverhältnissen machten die vorderen Startnummern den Schneepflug und somit die Strecke schneller, für die nachfolgenden Athletinnen. Nach dem sehr starken Liegendschießen, bei dem sie alle Scheiben ins Schwarze getroffen hatte, führte sie zeitweise das Feld der bisher gestarteten Läuferinnen an. Beim zweiten Schießen lief es für Miri dann leider nicht mehr so glatt wie zuvor. Dreimal musste sie in die Strafrunde und vergab ihre Chance, unter den besten 30 das Rennen zu beenden. Im Ziel landete sie auf Rang 53 – konnte sich zwar noch für den Verfolger am Sonntag qualifizieren, war mit ihrer Leistung aber sichtlich nicht zufrieden.

Als Kaisa Mäkäräinen zum Schießstand kam, und keinen Fehler machte, konnte man schon erahnen, dass ihre Leistung zu den besten des Tages gehören werde. Am Ende schaffte es keine Athletin ihr das Wasser zu reichen, was ihr ihren ersten Sieg in Ruhpolding in ihrer Karriere einbrachte. Auf Platz zwei folgt Gabriela Koukalova mit einem einwandfreien Schießergebnis und einer Laufzeit von 21:13.8 min – das waren immerhin fast 10 Sekunden vor der drittplatzierten und besten deutschen Athletin des Tages, Laura Dahlmeier. Franziska Hildebrand schaffte es mit 0 Fehlern im Schießen und einem Rückstand von 59.8 Sekunden auf Rang 6. Franziska Preuss landet mit der Startnummer 40 im Ziel auf Platz 31 (2 Fehler liegend). Gefolgt von Vanessa Hinz, die im stehenden Schießen Probleme hatte und mit einem Rückstand von 2:18.9 auf Platz 35 das Rennen beendet. Maren Hammerschmidt schießt insgesamt 3 Fehler, wird 39.

Im Sprint der Männer gewann der dominierende Athlet der bisherigen Saison Martin Fourcade vor dem Österreicher Julian Eberhard, der sich vor der Heim-WM in Hochfilzen in einer guten Form zeigt. Den dritten Podestplatz sicher sich Emil Hegle Svendsen. Alle drei Athleten bleiben bei den beiden Schießeinlagen fehlerfrei. Auf den Plätzen vier und fünf folgen die beide deutschen Athleten Arnd Peiffer und Simon Schempp, letzterer mit einem Fehler beim stehenden Schießen. Die restlichen deutschen Läufer platzieren sich auf den Rängen 16 (Matthias Bischl), 20 (Benedikt Doll), 27 (Erik Lesser) und 38 (Michael Willeitner).

Verfolgungsrennen

Miri Gössner (©Andreas Meinicke )

Miri Gössner (©Andreas Meinicke )

Beim Verfolgungsrennen der Damen am Sonntag konnte die starke Finnin Kaisa Makarainen den Sieg für sich beanspruchen. Mit einem guten Vorsprung auf die zweite Starterin Gabriela Koukalova und einer fehlerfreien Schießleistung war sie unschlagbar. Als zweite Athletin war Koukalova im Ziel jedoch trotz ihrer zwei Fehler im Schießen mit auf dem Podium, genauso wie die Französin Marie Dorin Habert, die sich mit einem Rücktand von 1:23.1 den dritten Platz nicht mehr wegnehmen ließ.

Miri startete von Platz 53 – mit insgesamt sechs Schießfehlern konnte sie sich leider nur sechs Plätze nach vorne arbeiten und beendete das Rennen auf Platz 47. Laura Dahlmeier platzierte sich auf Rang 4 (4 Fehler/ +1:32.7 min), Franziska Preuss hatte nur einen Fehler im Schießen und platziert sich auf Rang 14, Maren Hammerschmidt wird mit zwei Fehlern 17. Vanessa Hinz (3 Fehler) wird 26.

Auch bei den Männern gewann Martin Fourcade – der Vortagessieger. Trotz drei Schießfehlern war er knapp 20 Sekunden schneller im Ziel als Emil Hegle Svendsen aus Norwegen. Auf Platz drei folgt der Tscheche Michal Krcmar mit keinem Fehler am Schießstand. Bester Deutscher war Arnd Peiffer auf Platz 4 (0/0/01), Simon Schempp wurde 7. (0/0/0/2), Benedikt Doll belegt Platz 22 (1/0/1/2), Erik Lesser folgt direkt auf Platz 23 (1/0/1/2). Michael Willeitner wird 42. (0/0/0/2) und Matthias Bischl kommt auf Platz 48 ins Ziel (2/1/1/1). –Linda Sailer